dachausbau um + zubau
haidmannsgasse 2 wien
| planungsbeginn: | 2025 | |
| fertigstellung: | - | |
| bauvolumen: | 7 wohnungen auf 2 ebenen | |
| wohnnutzfläche: | ca. 740 m² |
Im Stadtplan von Nagel um 1780 wurde erstmals auch das Gebiet jenseits des Linienwalls (im Verlauf etwa entlang des heutigen Gürtels) kartiert. Die Äußere Mariahilfer-Straße sowie
Sechshauserstraße waren als solche schon vorhanden. Bebauungen gab es entlang der heutigen Gumpendorfer Straße sowie außerhalb des Linienwalls im Bereich der heutigen Fünfhausgasse. Erste Wege
(die allerdings nicht mit den heutigen Straßen übereinstimmen) waren ebenfalls verzeichnet; der gesamte Bereich zwischen Mariahilfer-Straße und Linienwall war als Grünfläche markiert. Bis
zu den Behsel’schen Plänen zwischen 1820 und 1825 schien das Gebiet rund um die heutige Haidmannsgasse als nicht kartierungswürdig.
Im Franziszeischen Kataster 1829 ist erkennbar, dass das heutige Quartier Reindorf (zwischen Äußerer Mariahilfer-Straße und Sechshauserstraße, von der Clementinengasse bis zur Hollergasse)
sukzessive bebaut und auch landwirtschaftlich gemischt genutzt wurde. Im heutigen Quartier Fünfhaus (zwischen Mariahilfer-Gürtel, Äußerer Mariahilfer-Straße und Clementinengasse) hingegen war
nach wie vor fast ausschließlich Ackernutzung.
In der Kartierung etwa 30 Jahre später rückt die Bebauung von westlicher Seite immer weiter Richtung Linienwall vor, wiederum 30 Jahre später (etwa 1890) ist der Bereich um die Haidmannsgasse
parzelliert und mit ersten Gebäuden bebaut. Auch die Kirche Maria vom Siege scheint bereits im Stadtplan auf. Im Jahr 1904 scheint der Bereich vollständig bebaut zu sein, auch das Gebäude der
Haidmannsgasse 2 ist verzeichnet. Laut Kriegsschädenplan weist das Gebäude Haidmannsgasse 2 keinerlei Kriegsschäden auf.
Der neue Dachgeschoss-Zubau orientiert sich auch nach dem Zubau farblich an den roten Dachstruktur der Umgebung und interpretiert diese modern. Im 1. Dachgeschoss sind die Fenster vertikal ausgerichtet. Damit die Dachhaut optisch geschlossen erscheint, wird mithilfe von Lamellen die Geometrie des neuen Dachumrisses geschlossen. Im 2. Dachgeschoss werden die Fensterachsen des Bestandes zwar nicht 1:1 übernommen, jedoch orientieren sich die Fenster und Gaupen an den Achsen des Bestandes und gruppieren sich um diese. Dadurch werden Bestand und neues Dachgeschoss in Bezug gesetzt.
Die Haidmannsgasse 2 befindet sich im westlichen Bereich des 15. Bezirks Rudolfsheim-Fünfhaus. Die Äußere Mariahilfer-Straße ist nur eine Querstraße entfernt. Auch der Westbahnhof als Verkehrsknotenpunkt und Nahversorgungszentrum ist fußläufig erreichbar. Das Projekt befindet sich weder in einer Wohn- noch in einer Schutzzone.
Der Westbahnhof als regionaler Verkehrsknotenpunkt mit den U-Bahn Linien U6 und U3, zahlreichen Regionalzügen sowie der Westbahn und zahlreichen Straßenbahnlinien ist etwa 7 Minuten zu Fuß entfernt. Die Straßenbahnstation „Staglgasse“ an der Äußeren Mariahilfer-Straße mit den sechs Straßenbahnlinien ist in 3 Minuten zu Fuß erreichbar. Die U6 Station Gumpendorferstraße ist 4 Fußminuten, die Straßenbahnstation Mariahilfer-Gürtel etwa 2 Fußminuten entfernt. Entlang des Gürtels ist ein Fahrradweg, entlang der Äußeren Mariahilfer-Straße wird ein solcher gerade errichtet (Stand August 2025) und anschließend bis zur Schloßallee weiter gebaut. Mit dem PKW ist der Standort über den Gürtel an das hochrangige Verkehrsnetz angebunden.
