dachausbau um + zubau, generalsanierung

haizingergasse 1-3 wien

planungsbeginn: 2018  
fertigstellung: 2020  
bauvolumen: 7 wohnungen auf 2 ebenen  
wohnnutzfläche: x m² dachausbau  
generalsanierung: x m² im bestand  

architektur

Bis zum Franziszeischen Kataster 1829 war das Gebiet um die Haizingergasse 1-3 stets außerhalb der Stadtpläne und nicht verzeichnet. Erst 1829 wurde das Siedlungsgebiet entlang der heutigen Währinger Straße kartiert. Entlang der Semperstraße und der Gymnasiumstraße begannen sich Siedlungen Richtung Währinger Park zu entwickeln. Der Bereich der Haizingergasse wurde als Obstgarten bzw. Laubwald genutzt. Entlang der Edelhofgasse begannen sich, ausgehend von der Gentzgasse, erste Gebäude zu entwickeln. 1858 wurde in der Edelhofgasse die „Neue Gasse“ kartiert. 1887 bestand der Bereich der Riglergasse bereits etwas weiter links, der Straßenverlauf wurde jedoch schon anhand des Grenzverlaufs erkennbar. Im Stadtplan von 1887 waren die Parzellen gänzlich anders aufgeteilt. Im Generalstadtplan von 1904 waren die heute noch vorhandenen Straßenverläufe kartiert und das Gebiet vollständig bebaut. Auf dem Gebiet zwischen heutiger Edelhofgasse und Semperstraße war ein Kloster angesiedelt bzw wurde dieses als Klostergarten genutzt.

 

Das Gebäude Haizingergasse 1-3 wurde im Jahr 1906 erstmals baubewilligt. Auftraggeber der Erst- Einreichung war Josef Grundler. Errichtet wurde das Gebäude von Stadtbaumeister Gustav Holaubek. Die Errichtung erfolgte offenbar direkt nach Einreichung, denn bereits 1906 wurde ein Auswechslungsplan eingereicht. Eingereicht wurde das Gebäude als Zinshaus. Untypisch für diese Zeit ist, dass bereits bei Einreichung Badezimmer und WCs im Inneren jeder Wohnung vorgesehen wurden. Das Eckhaus, das über zwei Parzellen errichtet wurde, ist in seiner Form untypisch für die Gründerzeit. Es kombiniert den Eckhaus Typus „Straßentrakter mit dem Mittelhaus Typus „H-Trakter“. Das sitzt zentriert im Haus zwischen zwei Lichthöfen und verbindet den großen Straßentrakt mit dem Hoftrakt.

lage in wien

Die Haizingergasse 1-3 befindet sich im westlichen Bereich des 18. Bezirks Währing. Etwa 10 Minuten zu Fuß vom Währinger Gürtel entfernt, liegt die Liegenschaft in einer äußerst ruhigen Seitengasse der Gentzgasse. Unweit der Liegenschaft wurde Ende des 19. Jahrhunderts der erste Baugrund durch den Wiener Cottage Verein bebaut. Das Cottage Viertel beginnt somit unweit des Projektstandortes und wertet den Standort durch die wunderschönen Villen und verkehrsberuhigten Straßen mit zahlreichen Bäumen und Grünflächen ungemein auf. Weiter westlich, am Gürtel, befindet sich die Fachhochschule der Wirtschaftskammer, sowie das WIFI. Auf der anderen Seite des Gürtels liegt das Volkstheater – ebenfalls fußläufig erreichbar. Der bei Wienern äußerst beliebte Kutschkermarkt sowie die Währingerstraße sind ebenfalls in Gehdistanz erreichbar. Das Projekt befindet sich in einer Schutzzone.

 

erreichbarkeit

Die U6 Station Währinger Straße – Volksoper ist in etwa 10minütigem Fußweg erreichbar, die Straßenbahnlinien 40 und 41 am Kutschkermarkt sind etwa 3 Gehminuten entfernt. An die Buslinien 37A und 40A ist man in etwa 4 Minuten zu Fuß angebunden. Ab der Schulgasse im Süden bzw. der Sternwartestraße im Norden, sowie dem Gürtel Radweg im Westen ist ein sehr engmaschiges Radwegenetz vorhanden. Mit dem PKW ist der Standort über den Gürtel und die Gentzgasse an das hochrangige Verkehrsnetz angebunden.