dachausbau um + zubau, generalsanierung

riglergasse 14 wien

planungsbeginn: 2018  
fertigstellung: 2020  
bauvolumen: 3 wohnungen auf 2 ebenen  
wohnnutzfläche: 388 m² dachausbau  
generalsanierung: 900 m² im bestand  

architektur

Bis zum Franziszeischen Kataster 1829 war das Gebiet um die Riglergasse 14 stets außerhalb der Stadtpläne und nicht verzeichnet. Erst 1829 wurde das Siedlungsgebiet entlang der heutigen Währinger Straße kartiert. Entlang der Semperstraße und der Gymnasiumstraße begannen sich Siedlungen Richtung Währinger Park zu entwickeln. Der Bereich der Riglergasse wurde als Obstgarten genutzt. 1858 wurde in der Edelhofgasse die „Neue Gasse“ kartiert. 1887 bestand der Bereich der Riglergasse aus 2 Grundstücken, der Straßenverlauf wurde jedoch schon anhand des Grenzverlaufs erkennbar. Bis 1904 war die Riglergasse als Gasse kartiert und das Gebiet vollständig bebaut. Auf dem Gebiet zwischen heutiger Edelhofgasse und Semperstraße war ein Kloster angesiedelt bzw. wurde dieses als Klostergarten genutzt.

 

Das Gebäude Riglergasse 14 wurde im Jahr 1898 erstmals baubewilligt. Auftraggeberin der Erst- Einreichung war Pauline Epstein. Geplant und errichtet wurde das Gebäude vermutlich von Architekt Rudolf am Eiter und Stadtbaumeister Leopold Ditter. Obwohl das Nebengebäude in der Riglergasse 12 ebenfalls im Besitz der Pauline Epstein war, wurden diese beiden Häuser nicht als Zwillingshäuser errichtet.

 

Die Errichtung erfolgte offenbar direkt nach Einreichung, denn bereits 1899 wurde ein Auswechslungsplan eingereicht. Konzipiert ist das Gebäude als Gründerzeit-Eckhaus des Typus „Straßentrakter“. Das Stiegenhaus ist nicht, wie sonst üblich, Richtung Hof vorgelagert, sondern sitzt zentriert im Haus. Im 2. Weltkrieg wurden einige wenige Häuser entlang der Gentzgasse leicht zerstört, ein Gebäude in der Edelhofgasse wurde völlig zerstört. Das Haus Riglergasse 14 selbst hat keinen Kriegsschaden erlitten.

lage in wien

Die Riglergasse 14 befindet sich im westlichen Bereich des 18. Bezirks Währing. Etwa 10 Minuten zu Fuß vom Währinger Gürtel entfernt, liegt die Liegenschaft in einer äußerst ruhigen Seitengasse der Gentzgasse. Unweit der Liegenschaft wurde Ende des 19. Jahrhunderts der erste Baugrund durch den Wiener Cottage Verein bebaut. Das Cottage Viertel beginnt somit unweit des Projektstandortes und wertet den Standort durch die wunderschönen Villen und verkehrsberuhigten Straßen mit zahlreichen Bäumen und Grünflächen ungemein auf. Weiter westlich, am Gürtel, befindet sich die Fachhochschule der Wirtschaftskammer, sowie das WIFI. Auf der anderen Seite des Gürtels liegt das Volkstheater – ebenfalls fußläufig erreichbar. Der bei Wienern äußerst beliebte Kutschkermarkt sowie die Währingerstraße sind ebenfalls in Gehdistanz erreichbar. Das Projekt befindet sich in einer Schutzzone.

 

erreichbarkeit

Die U6 Station Währinger Straße – Volksoper ist in etwa zehnminütigem Fußweg erreichbar, die Straßenbahnlinien 40 und 41 am Kutschkermarkt sind etwa drei Gehminuten entfernt. An die Buslinien 37A und 40A ist man in etwa 4 Minuten zu Fuß angebunden. Ab der Schulgasse im Süden bzw. der Sternwartestraße im Norden, sowie dem Gürtel Radweg im Westen ist ein sehr engmaschiges Radwegenetz vorhanden. Mit dem PKW ist der Standort über den Gürtel und die Gentzgasse an das hochrangige Verkehrsnetz angebunden.